Priv. Doz. Dr. Dr. Eduard Keese

Arzt Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie
Plastische Gesichtsoperationen
Oralchirurgie – Implantologie (zertifiziert)

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Was ist eine Periimplantitis:

Vielen Patienten ist nicht bewusst, dass Zahnimplantate Risiken haben können. Eine Periimplantitis ist eine fortgeschrittene Entzündung die im Bereich des Zahnimplantates auftritt. Das frühe Stadium der Entzündung bezeichnet man als periimplantäre Mukositis. Hierbei ist nur das Zahnfleisch betroffen. Diese Form der Entzündung kann nach einer Behandlung ohne Weiteres wieder abklingen.

Eine Periimplantitis hingegen verursacht Knochenabbau. Sie kann, wenn sie nicht behandelt wird, zum Verlust des Zahnimplantates führen.

Ursachen

Die Entstehungsweise sind mit der einer Parodontitis vergleichbar, denn auch an Zahnimplantaten oder implantatgetragenem Zahnersatz lagern sich Beläge an.

Werden diese Beläge nicht gründlich und vor allem regelmäßig entfernt, kommt es zu einer Anlagerung von Bakterien am Übergang von Zahnfleisch zum Implantathals. Daraus resultierend zählt unzureichende Mundhygiene aber auch ein mangelhafter Zahnersatz zu den Hauptfaktoren.

Folgende weiteren Faktoren können eine Periimplantitis fördern:

Rauchen              Diabetes                       Unbehandelte Parodontitis         Allgemeinerkrankungen

Medikamente       Strahlentherapie             hormonelle Veränderungen        Funktionsstörungen

Therapie

Das wichtigste Ziel einer Periimplantitistherapie ist die Geweberegeneration durch beseitigen der Ursache und der Bakterien, die die Entzündung auslösen. Die Behandlungsmethode hängt dabei vom Ausmaß der Entzündung ab. Eine anfängliche Mukositis kann mit Hilfe spezieller Spüllösungen und einer professionellen Reinigung des Zahnimplantates sowie des Zahnfleisches beseitigt werden. In manchen Fällen ist auch die Anwendung von Antibiotika notwendig.

Ist bereits der Kieferknochen betroffen, so kann in einigen Fällen das Implantat „gerettet“ werden. Bei uns hat sich die Verwendung von Pulverstrahlgeräten in Kombination mit dem Laser bewährt. Ziel ist dabei eine Implantatoberfläche zu erzielen, die wieder dem Industriestandard entspricht und Voraussetzung für die Geweberegeneration darstellt.

In einigen Fällen kommen auch kieferaufbauende Maßnahmen in Betracht. In Fällen mit starkem Knochenverlust oder irreparablem Implantatschaden (z.B. Fraktur) kann auch die Implantatentfernung angeraten sein.

https://www.dgzmk.de/presse/pressemitteilungen/ansicht/news/neue-s3-leitlinie-die-behandlung-periimplantaerer-infektionen-an-zahnimplantaten-veroeffentli.html




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